Skihelm - Kindersicherheit beim Skifahren

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Skihelm
Für die Kindern ist ein Helm absolute Pflicht.

Skifahren..., aber bitte mit Köpfchen!

Anna-Lena
Niemals ohne meinen Helm!

Ein Skihelm sei ein gutes Weihnachts - oder Geburtstagsgeschenk, meint Dr. Karl-Heinz Kristen. Ein solcher Kopfschutz kann etwa 85 Prozent aller schweren Kopf- und Gehirnverletzungen verhindern. Was für Motorrad- und Fahrradfahrer gilt, betrifft auch Skifahrer. 48.000 Menschen, darunter rund 6.700 Kinder unter 15 Jahren, verletzen sich allein in Österreich jedes Jahr beim Ski- und Snowboardfahren und müssen entsprechend im Spital behandelt werden, im gesamten Alpenraum sind es ungefähr 60.000.

16 Prozent der Verletzungen betrefen den Kopf. Es handle sich dabei vor allem um Gehirnerschütterungen, gefolgt von Platzwunden und Gesichtsverletzungen. Kristen: "Meist sind Kopfverletzungen aber Ursache für die schweren Verletzungen mit dauernden Invalidität oder tödlichem Ausgang."

Das Carven hat die Skiwelt verändert. Dies gilt für den Spaß am Skifahren, aber auch für das Verletzungsrisiko. Die Radien sind größer geworden, demnach auch der Platzbedarf des einzelnen Skifahrers. Häufig kommt es deshalb vor, dass Carver zusammenstoßen. Kollisionen gehören zu den häufigen Sturzursachen und Kopfverletzungen sind oft die Folge.

Kristen plädiert dafür, dass Ski- und Snowboardfahrer grundsätzlich Helme tragen. Optimalen Schutz bieten Hartplastik-Helme der Norm EN 1077. Wichtig ist, dass der Helm richtig passt, nicht drückt, nicht wackelt und auch mit Ski- oder Sonnenbrille gut zu tragen ist.

Skiausrüstung
Gute Skiausrüstung ist wichtig für die Sicherheit.

Gerade gute Skifahrer erreichen nicht selten ein Speed von bis zu 80 km/h. Die meisten sind sich der eigenen Geschwindigkeit nicht bewusst. Die Breite der Piste und das Fehlen von Anhaltspunkten, wie Bäumen und Gebäuden, täuschen die Wahrnehmung.

Ein Sturz bei hoher Geschwindigkeit geht dann meist glimpflich aus, wenn nichts im Weg ist. Das Risiko, aus voller Fahrt mit dem Kopf gegen einen Baum oder Stein zu schlagen, verdrängt man gerne.

Auf Italiens Pisten herrscht ab 2005 Helmpflicht für Kinder bis 14 Jahre. Doch nicht nur für Kinder auch für erwachsene Skifahrer sollte gelten: Niemals ohne meinen Helm! Die modernen Skihelme sind nicht nur sicher, sondern auch federleicht und mit ausgeklügelten Belüftungssystemen versehen. Weiters halten sie bei Minusgraden den Kopf warm.

Da viele Skifahrer sich von sich aus keinen Helm kaufen bzw. diesen tragen würde, gibt Kristen den Tipp, Skihelme zu Weihnachten oder Geburtstagen zu schenken. Kristen: "Einen geschenkten Helm kann man mit Stolz tragen." Und wer es einmal ausprobiert hat, gewöhnt sich nicht selten an die durchaus angenehme Kopfbedeckung.

Skihelm
Nicht nur die Kindern
sollten mit Kopfschutz Skifahren!

Wie findet man den richtigen Helm? Wir haben die wichtigsten Tipps für Kinder zusammengestellt:

  • Achten Sie beim Helmkauf auf die europäische Norm EN 1077 und auf das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit.
  • Die Passform muss stimmen. Probieren Sie den Helm an, auch in Kombination mit Ski- und Sonnenbrille.
  • Der Helm darf auch mit offenem Kinnband beim Schütteln des Kopfes nicht wackeln oder verrutschen. Kinderhelme auf Zuwachs zu kaufen ist daher keine gute Idee. Stattdessen kann es eine gute und günstige Alternative sein, einen passenden Helm zusammen mit der Skiausrüstung auszuleihen.
  • Auch mit Helm sollten Umgebungsgeräusche noch gut hörbar sein. Nur so lernen Kinder, sich auf der Piste sicher zu bewegen.
  • Wichtig für Komfort und warme Hände: Ist der Verschluss auch mit Handschuhen kinderleicht zu öffnen?
  • Je auffälliger die Farbe, desto sichtbarer ist Ihr Kind für andere Wintersportler. Aber vor allem sollten Kinder ihren Helm schön und bequem finden. Denn dann gibt es auch beim Anziehen keinen Protest.

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